Das EGB ist für viele Schülerinnen und Schüler mehr als nur eine Schule – es ist ein Ort des Neuanfangs und des Wachsens. Die Geschichten unserer Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2026 zeigen, was hinter einem erfolgreichen Abschluss steckt: Mut, Ausdauer und der Wille, auch in schwierigen Momenten nicht aufzugeben.
Dass dieser Weg gelingen konnte, verdanken viele auch den Menschen, die sie dabei begleitet haben. Ein aufrichtiges Dankeschön gilt daher allen Lehrerinnen und Lehrern sowie Mitschülerinnen und Mitschülern, die mit ihrem Vertrauen und ihrer Unterstützung einen echten Unterschied gemacht haben.
Wir gratulieren allen Abiturientinnen und Abiturienten herzlich zu ihrem Abschluss – ihr habt es verdient!
Dalila lo Grasso; Abitur 2026, Notendurchschnitt 1,6
In welchem Jahr sind Sie nach Deutschland gekommen und wann haben Sie die IFK am EGB besucht?
Ich bin im September 2020 nach Deutschland gezogen und habe im November desselben Jahres begonnen, das EGB zu besuchen.
Was waren für Sie am Anfang die größte Herausforderung in der Schule?
Meine größte Herausforderung war es, mich mit einer Sprache auseinanderzusetzen, die sich grundlegend von meiner eigenen unterschied. Ich hatte nie Deutsch gelernt, doch die Sprache faszinierte mich, aber am Anfang war es nicht einfach.
Welche Unterstützung am EGB hat Ihnen besonders geholfen, Ihren Weg erfolgreich fortzusetzen?
-Am EGB konnte ich Deutsch lernen; außerdem hatte ich die Möglichkeit, eine Feststellungsprüfung abzulegen, um direkt von der IFK-Klasse in die BFS2 zu gelangen und schließlich das Wirtschaftsgymnasium zu besuchen.
Wie haben Sie den Übergang von der IFK in die BFS und später ins Wirtschaftsgymnasium erlebt?
– Meiner Meinung nach lag der Hauptunterschied zwischen einer IFK-Klasse und einer BFS-Klasse vor allem in der Anzahl der Fächer und im Schwierigkeitsgrad einiger Aufgaben, aber auch in der Atmosphäre, die in der Klasse herrschte. In einer IFK-Klasse haben alle Schüler*innen das gleiche Sprachniveau und helfen sich gegenseitig, während man in einer BFS-Klasse mit Schülern zu tun hat, deren Muttersprache grundsätzlich Deutsch ist, wodurch sich die Situation etwas ändert. Das Wirtschaftsgymnasium zu besuchen, ist hingegen eine ganz andere Sache: die Erwartungen der Lehrer sind höher, es gibt viel mehr Fächer, und auch der Schwierigkeitsgrad der Klassenarbeiten sowie deren Dauer sind höher. Das DWG ist anspruchsvoll, aber nicht unmöglich.
Gab es einen Moment, in dem Sie gemerkt haben: „Ich kann das Abitur wirklich schaffen“?
Seit ich die Zulassungsbestätigung für das Wirtschaftsgymnasium erhalten habe, habe ich nie daran gezweifelt, dass ich es schaffen würde; mir machte es mehr Sorgen, einen ausreichenden Notendurchschnitt zu erreichen, um meine zukünftigen Bildungsziele verfolgen zu können.
Auf welchen schulischen Erfolg sind Sie heute besonders stolz?
-Ich bin sehr streng mit mir selbst und selbstkritisch, aber ich kann trotzdem sagen, dass ich stolz darauf bin, in so kurzer Zeit so viele gute schulische Ergebnisse erreicht zu haben
Welchen Beruf oder welches Studium möchten Sie später ausüben und warum?
Ich möchte Strafrichterin werden, daher ist der nächste Schritt, das Jurastudium zu beginnen. Abgesehen davon, dass dies schon seit meiner Kindheit mein Traumberuf ist, würde mir die Arbeit der Richterin ermöglichen, den „Schwächsten“ zu helfen.
Was würden Sie heutigen IFK-Schülerinnen und IFK-Schülern mit auf den Weg geben?
Wenn ihr ein Ziel habt, seid entschlossen und beharrlich und lasst euch von niemandem einreden, dass ihr es nicht schaffen könnt
Wenn Sie Ihre Zeit am EGB in einem Satz beschreiben müsstest – wie würde dieser lauten?–
Es war eine fast sechsjährige Achterbahnfahrt mit vielen positiven und negativen Momenten, die nun zu Ende gegangen ist.